Marow, Ernst

Biography:

Ernst Marow wurde am 7. April 1934 in Königsberg/Neumark geboren. Er absolvierte ein Kunststudium an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin. Im Jahr 1976 sendete das ZDF eine Reportage über den Künstler unter dem Titel „Gegen den Strom“, 1981 erhielt er für sein zeichnerisches Werk den „Bernhard-Sprengel-Preis“ und 1983 widmete das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kunst Ernst Marow den Band 19 aus der Reihe  „Niedersächsische Künstler der Gegenwart“. Mehrere Jahrzehnte wurde er von der legendären, nunmehr aus Altersgründen geschlossenen Galerie Dieter Brusberg – der Ernst Marow 1971 auch entdeckte –  in Berlin vertreten, bei der auch Künstler wie Max Ernst, Rene Magritte, Hans Arp etc. vertreten wurden. Er lebte und arbeitete lange Jahre in Hannover und heute in der Nähe von Kiel.

Als überzeugter Realist steuerte Ernst Marow sein gesamtes Leben in seinem künstlerischen Oeuvre gegen andere zeitgenössische Tendenzen in der Kunst und bleibt damit einer auch technisch sehr anspruchsvollen Stilrichtung treu, die ihre Wurzeln vor allem im 19. Jahrhundert hat. Als Leitbilder dienen ihm vor allem aber Künstler wie Velasquez, Tizian, Goya,  Henri Rousseau oder Max Beckmann.

Für ihn sind Gegenstände, die Natur oder seine Umgebung Momentaufnahmen einer Vergänglichkeit, über die er eine Brücke zum Unvergänglichen schlagen kann. Die unvergängliche Realität ist allein sein Erinnerungsvermögen- das erfuhr er schmerzlich beim letzten Blick auf seine Heimat 1945, die er nie wieder sehen sollte. Sie existiert in seiner Erinnerung und ist damit Teil der ewigen Realität.  Sichtbares wird damit ein Vehikel für das Unvergängliche. Durch die äußerst genaue Beobachtung der ihn umgebenden Welt und die Wiedergabe  derselben auf der Leinwand werden die Betrachter Zeugen einer Weltanschauung, die die Umgebung mit dem staunenden Blick des Kindes neu erfasst und die damit eine neue Realität schafft.

Ernst Marow hat ein umfassendes malerisches und grafisches Werk geschaffen. Erst kürzlich hat er 105 Radierungen zur Odyssee fertig gestellt. Wieder weist die dort konsequent durchgehaltene realistische Darstellungsweise auch hier über das Dargestellte auf die Tiefen menschlicher Gefühle und den stets ruhelosen, umtriebigen Menschen per se.

Ernst Marow wurde in zahlreichen Ausstellungen, mit Preisen sowie durch Ankäufe in öffentlichen und privaten Sammlungen im In- und Ausland gewürdigt und geehrt. Seit 2013 wird er von der LDXArtodrome Gallery vertreten.

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